Beim Sonnenschutz auch ans Meer denken

    La Roche-Posay
  • Feb 2019
  • 15min

In Zeiten des wachsenden Umweltbewusstseins wächst die Sorge um den Einfluss von Kosmetika auf die Umwelt. Die Befürchtung negativer Einflüsse auf das marine Leben, z.B. durch UV-Filter in Sonnenschutz-Cremes, geraten dabei in den Fokus.1 La Roche-Posay hat sich zur Aufgabe gemacht, diesem Thema nachzugehen und unterzieht ihre Produkte dahingehend weiteren intensiven Tests. In der Tat konnten Studien bisher die negativen Auswirkungen nicht hinreichend belegen – im Gegenteil: Eine neue Studie zeigt, dass einige der von La Roche-Posay verwendeten Filter nicht die Fotosynthese-Effektivität der symbiotischen Mikroalgen verringern und auch die zum Tod der Korallen führende Korallenbleiche nicht begünstigen.1

Korallen_Header

Korallenriffe bedecken zwar nur etwa 0,1% der Erdoberflächen, sind aber die vielfältigsten marinen Ökosysteme der Welt. Die Korallenriffe gehen jedoch zurück und bleichen aus. Diese gefürchtete Korallenbleiche entsteht, wenn die symbiotische Beziehung von Korallen und bestimmten Algen, den Dinoflagellaten, gestört wird. Als Hauptgrund für die Korallenbleiche wird die steigende Meerestemperatur angesehen. Weitere Gründe sind die Überfischung der Meere, Sedimentablagerungen und Wasserverschmutzung, die zu hohen Mengen Nitrat, Phosphat, Herbiziden und Fungiziden im Wasser führt.

An Badestränden könnte das Ablösen von Kosmetikprodukten wie z. B. Sonnenschutz-Creme von der Haut im Meer schwimmender Menschen küstennahe Riffe zusätzlich belasten. Der Einfluss von Sonnenschutz-Produkten auf die Korallenbleiche ist daher seit einiger Zeit von medialem Interesse.1

Umweltbewusster Sonnenschutz
Da auf ausreichenden Sonnenschutz nicht verzichtet werden kann – die Zahl der Hautkrebs-Patienten hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt – wird stets an neuen und besseren Produkten geforscht.2 L’Oréal hat dabei auch die Umweltverträglichkeit ihrer Produkte im Blick und eine Studie in Auftrag gegeben, die den Einfluss verwendeter UV-Filter auf den Korallen-Symbiont Stylophora pistillata untersucht.

Getestet wurde der Einfluss von Konservierungsstoffen, einem mineralischen sowie organischen UV-Filtern auf die Fotosynthesekapazität der Alge Stylophora pistillata. Als Referenz wurden verschiedene Herbizide verwendet.1 Die Studie zeigt, dass die Alge auch nach fünfwöchiger Exposition mit den getesteten UV-Filtern ihre fotosynthetische Kapazität behält, sogar dann, wenn in den Tests Konzentrationen der UV-Filter verwendet wurden, die weit über die Konzentration im Meer hinaus gehen.2

Keiner der getesteten UV-Filter und Konservierungsmittel zeigte eine vergleichbare Toxizität wie die verwendeten Herbizide, die die Fotosynthese-Kapazität der Alge signifikant reduzierten.1 Die organischen UV-Filter hatten einen geringeren Einfluss auf die Fotosynthese-Kapazität als der mineralische UV-Filter, die allgemein als wenig schädlich für Korallen gelten. Drei der organischen UV-Filter und ein Konservierungsmittel wirkten selbst bei der in der Studie verwendeten Höchstkonzentration nicht negativ auf die fotosynthetische Kapazität der Alge.1 Nur bei diesen sehr hohen Konzentrationen – die deutlich über die im Meer vorkommende Konzentration hinausgehen – wurden bei den anderen Substanzen ein negativer Einfluss auf die fotosynthetische Kapazität der Alge gezeigt.1

Tests zu Sonnenschutzprodukten von La Roche-Posay gehen über Standards hinaus
Hinsichtlich der Ökotoxizität sind bei Kosmetika drei verschiedene Süßwasser-Test verpflichtender Standard. L’Oréal und La Roche-Posay führen zusätzlich vier freiwillige Salzwasser-Tests durch. Außerdem werden die Tests nicht nur mit den einzelnen Inhaltsstoffen, sondern mit der gesamten Formulierung durchgeführt. Das Ergebnis: Alle sieben Tests wurden von Produkten der ANTHELIOS-Serie bestanden.

Grafik V3

Die vollständige Studie können Sie hier abrufen.

Die Versprechen unseres Marine Life-Logos:

  • Jede Formulierung wird an einer repräsentativen Gruppe an Wasserorganismen getestet
  • Alle Filter haben in der verwendeten Konzentration keine negativen Effekte auf das marine Leben
  • >70% der Inhaltsstoffe sind biologisch abbaubar (exklusive der UV-Filter

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Quellen:

[1] Fel JP et al. Coral Reefs 2019;38:109-122
[2] Pressemeldung L’Oréal, 14.02.2019